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Der Himmel fällt mir auf den Kopf...

Nun ja, vielleicht nicht ganz so schlimm. Aber mein Montag begann gleich mit einem Attentat auf mich... Leider kann ich Farin Urlaub ich seinem Lied "Dusche" nicht zustimmen, dass dies der einzige Freund ist:

Und ich schlafe in der Dusche,
weil die Dusche zu mir hält,
sie ist der einzige Freund,
den ich noch habe auf der Welt.

Denn mir viel morgens halb 10 in Deutschland mal einfach so die Halterung des Duschvorhangs aufm Kopf... Da ich nicht auf so einen Anschlag vorbereitet war, traff mich das Ding wunderbar mittig auf meinem Schädel. Die nächsten 3 Stunden hab ich dann meine Kopfschmerzen mit einem Eisakku (welches glücklicherweise im Gefrierfach zu finden war) wieder im Bett verbracht. Nach einer Stunde Schlaf waren auch die Kopfschmerzen wieder vorbei. Soweit ich das beurteilen kann, hab ich noch nicht mal ne Beule, also mal wieder Glück im Unglück.

Ach ja, ich muss ja noch von meinem Abschluss berichten. Nun hab ich s endlich geschafft und Fachabi in der Tasche. Am Freitag, 04.07.2008, war die Zeugnisausgabe im Schweriner Schloss. Das war wirklich schön dort. Einige Lehrer und auch unsere Klassensprecher haben ein paar schöne Worte an alle Anwesenden gerichtet, so dass es mit meiner Beherrschung schon bald passé war. Aber so bin ich nun mal, einfach zu sentimental.

Danach kam dann der nicht mehr wirklich angenehme Teil. Auch wenn ich mich wirklich bemüht hab, dem Abend nicht allzu sarkastisch und pessimistisch gegenüber zustehen... Es ging schon mal gut los, dass unsere Klasse ja nicht alleine Abschluss feiern kann, nein, es müssen noch 3 weitere Klassen dabei sein - um die es nebenbei auch den ganzen Abend ging, wir wurden nicht mal mit einem Wort erwähnt, da wir ja diejenigen waren, die mitfeiern wollten und nicht wirlich da rein passten, da unser Abi statt 3 nur ein Jahr gedauert hab - aber egal! Jedenfalls saß die Klasse nun auch noch total auseinander gerissen an 2 Enden der absolut nicht schönen Halle am Fernsehturm in Schwerin. Oder sagen wir mal so, die Halle selbst war zum Feiern schön (naja fast) geschmückt, aber die Toiletten konnte man jawohl voll vergessen, so was widerliches hab ich lange nicht mehr gesehen. Und ich finde es schon ziemlich abartig, wenn aus den Wasserhähnen gelbes (!!!) Wasser rauskommt... Ihh! Naja, aber es kommt noch besser. Theoretisch war im Preis für das ganze Theater da auch die nicht alkoholischen Getränke mit inbegriffen. So viel denn dazu als wie die Getränkekarte bekamen und - Überraschung - Cola, Wasser, Saft kosten doch etwas! So eine Sauerei. Nachfragen bei den Verantwortlichen brachte leider auch nur ein: "Das haben wir auch erst gestern erfahren und nun müssen wir doch alles mitbezahlen." Die armen können ja auch nichts dafür, aber schön ist es nicht. Hätte ich mein BGB dabei gehabt, hätt ich mir aber einem vom "fairplay" geschnappt und nach unserem Vertrag gefragt, denn so geht das ja mal nicht. Vor allem, da die Preise nur für ne 0,7l Flasche Wasser, schon meine Vorstellungskraft überstiegen - so was ist Wucher! Aber auch damit wars am Abend leider nicht getan. Die Musik war zu laut und absolut nicht mein Fall - ja gut, meine Musikrichtung wäre vielleicht etwas zu extrem, aber nachm 6ten Schlager hatte ich wirklich die Nase voll! Das Essen war ok, aber für den Preis leider ncht gerechtfertigt. Der ganze "Raum" war stickig und als sich dann endlich um die Belüftung gekümmert wurde, fiel schon mal ein bisschen Deko von der Wand... Also hätte ich nicht meine beiden lieben Begleiter und meine Mädels aus der Klasse dabei gehabt, hätte ich den Abend sicher nicht ohne (überteuerten) Alkohol überstanden. Bei der Verabschiedung von meinen lieben Freundinnen war es dann doch um mich geschehen. Der ganze Stress, diese schreckliche Veranstaltung und die Gewissheit diese lieben Geschöpfe nicht mehr 5 Tage die Woche morgens ab halb 8 zu sehen und irgendwie mit ihnen den Tag zu überstehen, brachte mich dann doch zum Weinen. Aber diese Freundschaften werden halten, da bin ich mir sicher! *hab euch alle ganz doll lieb*

Leider war dies nicht der einzige Abschied an diesem Wochenende. Gleich am nächsten morgen musste meine kleine Kaddi leider wieder noch Rostock. Aber dafür komm ich sie bald in ihrer neuen Wohnung besuchen und dann haben wir gaaaaaanz viel Zeit nur für uns!

Der nächste Abschied stand mir dann am Sonntag bevor. 2 wundervolle Menschen verlassen Parchim. 13 Jahre haben sie hier gelebt - 13 Jahre Freundschaft, Respekt, Vertrauen. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint, getrauert, Ängste überwunden, neue Stärken entdeckt. Und das Freundschaft auch bei einem Unterschied von 35 Jahren ganz einfach ist... Eigentlich wollte ich beide am Sonntag veranschieden. Aber mir fehlte die Kraft. Außerdem will ich keinen Abschied nehmen. Die Distanz ist so groß, das so ein Abschied für immer sein könnte - Dresden ist soweit weg... Morgen ist ihr letzter Tag hier... Der Gedanke daran macht mich jetzt schon traurig, aber sie haben es verdient wieder in ihrer eigentlichen Heimat leben zu können. Ich hoffe, dass ich sie bald in ihrer neuen Wohnung besuchen kann. Aber vorher möchte ich ihnen noch einen Brief schreiben und mich für die gemeinsamen Jahre, die Unterstützung bedanken und noch einige Erlebnisse aufschreiben...

Nun komm ich auch endlich zum letzten Thema: die ärztliche Untersuchung durch einen Polizeiarzt für meine Ausbildung... Eigentlich dachte ich, das kann ja nicht so schlimm sein, aber wieder einmal musste ich feststellen, dass ich mit Optimismus nicht weiter komm. Bis auf die Uhrzeit (7Uhr morgens in Schwerin) begann es ganz harmlos. Erstmal Blut abnehmen, ging wunderbar, hab nicht mal einen blauen Fleck. Danach ein Hörtest und beim Sehtest gabs zwar ein paar Schwierigkeiten, aber das war nicht halb so schlimm wie der folgende rest der Untersuchung. Denn nun kam das EKG dran. Da ich sowas ja noch nie gemacht hab, ging ich auch ganz ahnungslos in den Raum und stockte erst bei den Worten der wirklich freundlichen Schwester: "Dann legen Sie bitte den Schmuck ab, Schuhe, Top und BH aus und die Hose können Sie anlassen." Wie jetzt? Oben ohne? Naja, dann fügen wir uns mal unseren Schicksal und platzieren uns halb nackt auf der Prittsche, schließlich ist sie ja wenigstens ne Frau... Zu früh gefreut: Eine Sekunde nachdem sie meinte, wenn die Tür zu ist, kommt keiner rein, geht die Tür auf und der Doktor(!) kommt rein. Dieser guckt mich dann auch direkt an, wie ich da so lieg und geht langsam wieder raus. Wär das Fenster nicht soweit weg gewesen, wäre ich rausgesprungen! So was, ja, peinliches oder demütigendes hab ich noch nicht erlebt. Nach dem sie dann die Saugnäpfe auf mir platziert hat, so etwa 5 allein auf meiner Brust - ich werd ja gern von anderen da betatscht (das war sarkastisch gemeint), wurde dann der Blutdruck gemessen - oh Wunder - der jetzt natürlich viel zu hoch war. Woran das wohl liegt?! Aber danach war die Tortur noch nicht beendet. Dann durfte ich, vorerst wieder angezogen, (aber das blieb nicht lange so), zum Doktor - welch Freude - der mich auch noch untersucht hat. Nur stand ich vor ihm dann wenigstens noch in Unterwäsche und durfte mehrere komische Verenkungen machen. Zum Schluss wurde dann an meinen Knie rumgewrangt - nicht das ich Knieprobleme hätte, die auf groß aufm Fragebogen mit drauf standen, den ich vorher ausfüllen musste - und dann war es endlich soweit, ich war fast fertig. Zum Schluss noch die obligatorische Urinprobe und dann konnte ich da endlich raus. Was für ein Horror! Ein Glück hab ich Automatik und konnte so trotz starkem Knieschmerz erstmal von da wegfahren!

10.7.08 15:38


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Paula

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