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Was ist der Zwischenzeit passierte…

Seit langem habe ich heute mal wieder ein Lied von „Goethes Erben“ sehr intensiv gehört, und aus diesem Grund beginne ich meine Zusammenfassung der Woche mit ein paar Zeilen aus dem Lied.

„ZWISCHENZEIT“ von Goethes Erben:

Wann beginnt man eigentlich
sich für seine eigene Vergangenheit zu interessieren,
dann, wenn man etwas erreicht hat,
oder in dem Moment, in dem man glaubt,
sich im Ideensturz befindlich scheitern zu sehen?

Was ist es wohl für ein Gefühl
zufrieden zu sein?
Im kleinen, unscheinbaren Glück gefangen,
einen Moment lang oder ohne Maß.

Ruhelos entwickelt sich
eine Suche zu einer Sucht,
die alles frisst, vieles zerstört
und jede Form von Unschuld raubt.

Hat Intelligenz etwas mit Glück zu tun?

Ein Bedürfnis - Mitteilsamkeit -
nicht an einer Idee ersticken zu müssen.
Vom Urgedanken zur komplexen Geschichte
entwickelt sich der Weg zum Ziel.

Vom Leben nichts erwarten.
Eigene Träume scheitern sehen,
trotzdem weiterspielen.
Den Blick für das Wesentliche verlieren.
Nur dann...
Im Ansatz gescheitert,
aber doch noch nicht verloren.

Meine Woche war… katastrophal, wundervoll, beängstigend, einsam und doch nicht allein. Ein totales Chaos, sowohl in meinem Kopf, wie auch in meinem Leben. Am besten beginne ich am Montag…


28. Juli 2008

Bis auf eine Kleinigkeit war mein Montag eigentlich recht entspannt. Morgens wie jeden Montag hab ich mit meiner Mutter den Wocheneinkauf erledigt. Den Nachmittag hab ich mich mit einer Freundin getroffen und wir haben uns mit Florentin beschäftigt und am Abend war ich mit ihr schön ne Stunde spazieren – joggen – Stöckchen werfen. Obwohl, so oft wie ich da selbst ins kniehohe Gras watscheln durfte – mit kurzer Hose sehr unangenehm – sollte ich eher ‚Stöckchen suchen’ schreiben. Am Abend gab’s dann leider noch ein unschöne Nachricht: Anne kommt wieder… (Irgendwann werde ich sicher auch noch mal was über sie schreiben; aber in Kurzform: Anne = ganz viel Ärger und Stress)

29. Juli 2008

Eigentlich wollte ich mindestens bis 10Uhr schlafen, nachdem Jan um 7Uhr zur Arbeit ist. Aber leider waren die freundlichen Bauarbeiter von gegenüber nicht gewillt mir etwas Ruhe zu gönnen, sodass ich schon halb 9 gefrühstückt hatte. Dies war ein Moment vollkommener Zufriedenheit. Frische Marmelade, lecker warme Croissants, Sonne und trotz Baulärm innere Ruhe. Anscheinend ist mir es aber nicht vergönnt, diese Zufriedenheit länger zu bewahren… Um 9Uhr bekam ich einen Anruf meiner Mutter, ob ich sie vielleicht zu einem Arzt bringen könnte. Sofort schrillten sämtlich Alarmglocken bei mir: Bevor meine Mutter freiwillig zum Arzt geht, muss wirklich was passiert sein. Na ja, beim Bad putzen ist was von einem Reinigungs-Tab is Auge gekommen. Das hat natürlich höllisch gebrannt, trotz mehrfachem ausspülen, juckte es immer noch. Also, ab zum Augenarzt. Parchim ist ja nu nicht so groß, aber ich denke, dass man schon erwarten kann, wenn es 2 Augenärzte gibt, dass die nicht zum selben Zeit Urlaub haben! Aber warum sollten wir denn Glück haben?! Natürlich haben beide Ärzte Urlaub. Aber es gibt ja Vertretungsärzte. Ich dachte eigentlich auch, die müssten in der Nähe sein, na gut, Plau oder Ludwigslust is ja nu nicht so weit – aber muss das sein? Also bin ich mit meiner Mutter erst zum Hausarzt – ohne Überweisung geht ja nix – und dann ab nach Plau. Mit kleinen Verzögerungen kamen wir auch endlich beim Augenarzt an. Da meine Mutter ja vorher angerufen hatte und auch ein Notfall war, hätte das ja alles recht schnell gehen müssen… Aber nur im Traum. Das war da so voll, dass die Hälfte der Leute schon draußen stand. (Durchschnittsalter war übrigens 65.. ) Meine Mutter geht zur Anmeldung. Die Schwester telefoniert gerade. Da kommt ne andere ausm Behandlungsraum und fragt was sie möchte; meine Mutter erzählt ihre Geschichte, Antwort der Schwester: „Setzten Sie sich hin, ist voll heute, dann müssen Sie halt warten!“ HALLO?! Geht’s noch?! NOTFALL??? Zum Glück ist die dann wieder abgerauscht und die telefonierende Schwester kümmerte sich dann um die Chip-Karte und die Überweisung. Als sie den Namen meiner Mutter las, hat sie gleich nachgefragt, wie genau das passiert ist und was sie gemacht hat. Danach war sie gleich als nächste dran – geht doch! Insgesamt waren wir sicher eine Stunde da. Letztendlich war nichts im Auge drin, es war nur noch etwas gereizt. Aber lieber so anders. Dann ging wieder nach Parchim, zum nächsten Arzt. Diesmal brauchte ich aber eine Überweisung. Natürlich hat mein Hausarzt Urlaub, war ja klar. Es gibt 2 Vertretungsärzte, sogar beide in Parchim – ich war begeistert. Also fahren wir zum ersten Arzt. Und siehe da: Es ist zu! – Komisch, ist doch erst halb 12. AH, ein Zettel: „Wir sind im Urlaub“ Wie geht das denn? Das ist doch der Vertretungsarzt meiner Hausärztin... Und der größte Witz: Wer macht Vertretung? Richtig, meine Ärztin, die auch Urlaub hat! So blieb mir also nur noch der 2 Vertretungsarzt… Was für ein Glück: Die Tür ist noch auf! Bzw. ist gerade einer rausgekommen. Also geh ich da freudestrahlend rein, nur damit mich die Schwester anblafft, dass wenn die Tür vorne zu ist, keiner mehr drangenommen wird. Ein Wunder das ich nicht explodiert bin! Hab der Frau dann zu verstehen gegeben, dass ich nur meine blöde Überweisung will und dann auch ganz fix wieder weg will! Da hat sie dann auch kapiert und ich hatte meine Überweisung. Nun wollte ich am Nachmittag mit meiner Überweisung auch gleich zum Frauenarzt um mir mein übliches Rezept zu holen, aber wie sollte es auch anders sein: URLAUBSZEIT Ich hätte ausrasten können. Also gings weiter zum nächsten Arzt. Da bekam ich dann auch fix mein Rezept, für 3 Monate. Danach gings zur Apotheke und ich erlebte mein blaues Wunder: Theoretisch hab ich ja immer nur 5Euro zuzahlen müssen. Aber nun bin ich ja 20 und darf voll bezahlen: 35Euro! Super, das setzte dem ganzen Tag doch gleich noch ne Krone auf… Aber es gab auch noch ein schönes Erlebnis. Am Abend sind wir mit Florentin und Freunden zum Treptower See gefahren. Da es schon 21Uhr war, wollten wir ja nun nicht wirklich baden, sondern einfach nur Füße ins Wasser halten und etwas entspannen. Na ja, Florentin hat das nicht so ganz verstanden und letztendlich war nicht nur sie vollkommen nass, sondern auch ich… Aber es war ein schöner Abschluss für diesen blöden Tag.

Aber die Woche wird noch besser:


30. Juli 2008

Ich hab das lange Schlafen aufgegeben. Das war auch gut so. Beim Frühstück bekam ich mal wieder einen Anruf, diesmal von meiner Schwägerin: „Kannst du mich zum Bahnhof fahren?“ Lieb wie ich bin, sag ich natürlich ja. Vielleicht sollte man erst denken und dann reden. Jan hat das Auto mit zur Arbeit genommen – Mist. In 35min fährt der Zug… Dann folgten 10min im Schnell-Gehen und weitere 10min rasantes Autofahren und aufregen über Langsamfahrer, Nicole abholen und noch 5min bis zum Bahnhof. Letztendlich kamen wir ja pünktlich zum Bahnhof und sie konnte in Ruhe ihre Karte kaufen.

Kurz darauf kam wieder ein Anruf. Diesmal von Jan: „Florentin war beim Arzt. Sie hat ein Hämatom an der Wirbelsäule…“ Oh nein, meine kleine Fellnase ist krank! Nachm Mittag hab ich mich sofort aufm Weg zu ihr gemacht. Was für ein trauriger Anblick. Normaler Weise zeigt sie ihre Freude, indem sie mit ihrem Schwanz wackelt, meistens kommt sie irgendwo gegen und trommelt förmlich. Aber diesmal… Der Schwanz hängt einfach lose runter, ein trauriger Blick. Dafür hat sie mich aber 2min abgeschleckt und so ihre Freude gezeigt. Da sie keine Treppen steigen darf, aber schon 34Kilo wiegt, hat ihr Herrchen sie zu mir hoch in die Wohnung getragen. Hab dann ein paar Decken aufm Boden verteilt und sie den gaaaanz viel gestreichelt und mir ihr gekuschelt. Spaziergänge waren leider vom Arzt verboten, also mussten wir drinnen bleiben. Tja, nun musste leider Jan am Abend mit mir joggen kommen – der Arme…


31. Juli 2008

Florentin geht es schon wieder besser! Der Schwanz funktioniert zwar noch nicht ganz richtig, aber sie kann ihn schon wieder hin- und herschwingen! Trotzdem hab ich auch diesen Nachmittag noch mit ihr in der Wohnung verbracht.

Eigentlich wollte ich am Wochenende gerne zu meiner Kleinen nach Rostock, aber ich hätte mich wohl früher mal ankündigen sollen, denn leider hat sie keine Zeit. Ich hoffe nur, dass ich sie noch besuchen kann, bevor sie wieder in Leipzig zur Berufsschule muss. Die nächsten 3 Wochenenden kann ich nämlich leider nicht… Aber noch kamen wir nicht zum Telefonieren…

Der Abend war wundervoll. Ein… ich nenn ihn einfach mal Wanderprediger sang direkt vor meinem Fenster ein paar Lieder. Er gehört keiner Kirche an, da ihn die Gemeinden einschränken. Er wusste sehr viel über die Kirch und viele Hintergründe, aber vor allem konnte er wundervoll singen. Je später es wurde, desto mehr Menschen versammelten sich auf dem Alten Markt um der Musik zu lauschen. Es kamen auch noch 3 andere Musiker dazu. Und so wurde die Musik noch schöner und ein Gefühl der Gemeinschaft entstand. Es wurde viel gelacht und alle hatten ihren Spaß.

1. August 2008

Neuer Monat, neues Glück. Eigentlich war dies der langweiligste und ruhigste Tag der Woche. Florentin war fast wieder gesund und wir konnten endlich wieder raus. Aber natürlich nicht so lange wie sonst, da sie sich nicht übernehmen durfte. Im Verlauf des späteren Abends haben wir uns dann bei unserer Nachbarin einquartiert und so den Abend verbracht. Gegen 12 hab ich aber schon geschlafen, aber nicht lange…


2. August 2008

3Uhr 19Minuten: „WUFF WUFF“ Also ich saß im Bett und entdecke vorm Bett eine kläffende Fellnase. Florentin gab Alarm, draußen grölten Besoffene und die mag sie so gar nicht. Normaler Weise wird Florentin nachts immer von ihrem Herrchen abgeholt, aber der war wohl noch unterwegs. Also weiter schlafen.

5Uhr 56Minuten: „KLINGEL KLINGEL“ Wieder saß ich sofort im Bett. Aber was war das? Oh nein, der Wecker – am Samstag… Da ich schon mal wach war, schrieb ich meiner Mutter ein sms, ob sie mir nach der Arbeit (das ist bei ihr so ca. zwischen 8 und 9 Uhr) Brötchen vorbei bringen könnte, da wir keine mehr haben und das aufm Weg liegt. Weiter schlafen.

8Uhr 3Minuten: „WUFF WUFF“ So langsam konnte mich nichts mehr erschrecken. Ich hab Florentin beruhigt und wollte weiter schlafen, bis auf einmal etwas warmes, weiches über meinen Arne schleckte – Florentins Art mir zu sagen, nu steh doch auf! Bis kurz vor 9 hab ich mich dann doch noch im Bett aufgehalten. Ach ja, Jan ist von nichts wach geworden!!!

Um 9 brachte meine Mutter dann die Brötchen und es gab lecker Frühstück. Es könnte also doch noch ein schöner Tag werden… Aber wieder ist es mir, bzw. eher uns nicht vergönnt. Kurz nach 11Uhr bekam Jan einen Anruf von seiner Oma (Am Wochenende isst er immer bei seinen Großeltern zu Mittag). Sie wollte das Mittag absagen, sein Opa konnte auf den einen Auge ein zeitlang nichts sehen, jetzt wollen sie ins Krankenhaus, der Opa fährt. Natürlich hat Jan sie überzeugt, dass sie dableiben wo sie sind und wir sie ins Krankenhaus fahren. Binnen kürzester Zeit waren wir da. Da mein Auto doch recht klein für 4 Personen ist und seinen Oma Probleme mit der Hüfte hat, bin ich mit meinem Auto nach Hause und Jan hat seine Großeltern in ihrem Auto zum Krankenhaus gefahren. 45min später ruft Jan mich an, dass das Parchimer Krankenhaus mal wieder nichts feststellen konnte und er gerne mit meinem Auto seinen Opa ins Klinikum nach Schwerin fahren würde. Da ich schnell etwas gegessen hatte, kam ich natürlich mit. Es war zwar wirklich eng zu viert im Auto, aber es ging. Halb 2 kamen wir in Schwerin an. Halb 6 fuhren wir wieder ab - zu dritt. Es war sehr anstrengend. Nachdem wir endlich die Augenklinik auf dem riesigen Gelände gefunden haben, sind Jan, seine Oma und ich erstmal in die Cafeteria gegangen. Wir müssen ja eh warten. Gegen 3 oder vielleicht war es auch schon halb 4, hatten wir das erste Ergebnis: Man kann nichts genaueres feststellen. Ab in die Notaufnahme und da dann zum Neurologen… Für Jans Oma war das die Antwort: Schlaganfall. Es folgten einige Untersuchungen, viel Warten und das Elend der anderen 20 Patienten mitverfolgen. Es war grauenvoll, so viele Leute, so viele Verletzungen, so wenig Personal… Gegen 5 gab es dann die Bestätigung: Es war ein Schlaganfall. Er muss im Krankenhaus bleiben. Viel Zeit blieb uns nicht. Dann wurde er schon zum CT gebracht und wir fuhren mit hängenden Köpfen wieder nach Hause.

Es kamen viele Erinnerungen hoch. Ich hatte meinen Opa auch einmal im Klinikum besucht. Ich verabscheue Krankenhäuser, vielleicht auch weil sie meinem Opa nicht helfen konnten. Ich hoffe nur, dass es nicht so schlimm ist. Vielleicht mach ich mir auch einfach nur zu viele Gedanken…

Trotz allem hatten wir einen schönen Abend mit unserer Nachbarin. Sie hat meine Grüblereien gut vertrieben!

3. August 2008

9Uhr: „KLING KLANG“ Oh nein, die Glocken läuten, volle 10min. Dann war ich wach. Trotzdem hab ich mich noch bis 10 im Bett umher gewälzt. Ach ja, Florentin war auch diese Nacht da. Und sie hat als Begrüßung des Tages meine Füße wunderbar mit ihrer langen Zunge massiert.

Den Nachmittag hab ich mit Aufräumen verbracht, zur Ablenkung. Jans Vater ist heut zum Krankenhaus gefahren, aber noch weiß ich nicht, was beim CT rauskam.

Tja, das war meine Woche. Ich hatte schon bessere…

3.8.08 20:09


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